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Aufstieg vom Pagen zum Minister – umfangreiche Biografie zum Sachsen-Gotha-Altenburgischen Staatsmann Hans Wilhelm von Thümmel erschienen

Von Marlene Hofmann, Museum Burg Posterstein // In seinen Aphorismen äußerte sich Hans Wilhelm von Thümmel (1744–1824) oft abschätzig über die höfische Etikette. Es klingt an, dass er dem freieren Umgang den Vorzug gab: „An den großen Höfen führt die Oberhofmeisterin Etikette die Prinzessin Langeweile auf den ihr gehörigen Sitz, und befiehlt ihr, mit wem sie tanzen und sich freuen soll. In den Versammlungsorten, wo man keinen Anspruch auf Etikette macht, bringt die Gesellschafts-Dame, Zerstreuung genannt, wohl manchmal die Freude an der flatternden Locke in die Umgebungen einer liebenswürdigen Fürstin.“[1]

Ludwig der Gebartete: Ein bayerischer Herzog mit europäischem Kunstgeschmack

Von Prof. Dr. Stephan Hoppe // Die sehr aufwändige und seit dem 13. Jahrhundert an verschiedenen Orten immer wieder langfristig Maßstäbe setzende Hofkultur der Wittelsbacher taucht in der letzten Zeit vermehrt in Ausstellungen, Publikationen oder in Gestalt restaurierter baulicher Überlieferungen auf. Im Gegensatz aber zu den gut bekannten und viel besuchten Residenzorten wie München, Heidelberg oder Schwetzingen sind viele Aspekte der frühen Kunstpolitik dieser Dynastie noch nicht umfassend bearbeitet worden oder gar für ein breiteres Publikum inhaltlich zugänglich.
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