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Das Dreiecksschloss des Grafen Wolfgang in Weikersheim – Revision einer alten kunsthistorischen Hypothese mit Hilfe digitaler Methoden

– von Stephan Hoppe, Frieder Leipold und Jan Lutteroth – Sein heutiges Aussehen hat Schloss Weikersheim in weiten Zügen durch die Baumaßnahmen unter Graf Wolfgang II. von Hohenlohe um 1600 erhalten. Während die Forschung bisher davon ausging, dass er seinen Neubau als gleichseitiges Dreieck geplant hatte, wird diese Annahme seit einer interdisziplinären Tagung im Juni 2018 in Zweifel gezogen. Im Rahmen der Initiative "Virtuelle Rekonstruktion von Kulturliegenschaften" der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Baden-Württemberg entsteht jetzt eine Rekonstruktion der damals errichteten Architektur.

Geprägte Bilderwelten der Romanik – Ausstellung in der Staatlichen Münzsammlung München

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Von Dr. Gabriele Greindl // Geprägte Bilderwelten der Romanik. Münzkunst und Währungsräume zwischen Brixen und Prag (= Runkelsteiner Schriften zur Kulturgeschichte Band 11), hg. Helmut Rizzolli, Stiftung Bozner Schlösser. Athesia Verlag Bozen, 2017, 409 Seiten. Zur diesjährigen Sonderausstellung der Staatlichen Münzsammlung im Kapellenhof der Münchner Residenz (bis 24. März 2019).

Reisebilder anno 1536: Das Reisealbum des Pfalzgrafen Ottheinrich vor dem Hintergrund des Mäzenatentums und antiker Vorbilder

Von Priscilla Pfannmüller // Wenn wir heute auf Reisen gehen, dann dokumentieren wir diese mit einer Flut an Bildern, die wir gerne über Instagram, Facebook und Co. mit unseren Freunden und Followern teilen. Mit welcher Intention machen wir das? Um unsere Reise für die Öffentlichkeit zu dokumentieren, getreu dem Motto: Ich war da? Um uns selbst darzustellen? Oder entstehen diese Aufnahmen vielleicht aus einem wissenschaftlichen Interesse heraus?

Aufstieg vom Pagen zum Minister – umfangreiche Biografie zum Sachsen-Gotha-Altenburgischen Staatsmann Hans Wilhelm von Thümmel erschienen

Von Marlene Hofmann, Museum Burg Posterstein // In seinen Aphorismen äußerte sich Hans Wilhelm von Thümmel (1744–1824) oft abschätzig über die höfische Etikette. Es klingt an, dass er dem freieren Umgang den Vorzug gab: „An den großen Höfen führt die Oberhofmeisterin Etikette die Prinzessin Langeweile auf den ihr gehörigen Sitz, und befiehlt ihr, mit wem sie tanzen und sich freuen soll. In den Versammlungsorten, wo man keinen Anspruch auf Etikette macht, bringt die Gesellschafts-Dame, Zerstreuung genannt, wohl manchmal die Freude an der flatternden Locke in die Umgebungen einer liebenswürdigen Fürstin.“[1]

Herrschaftliche Selbstdarstellung – Die Leiterbilder der Fürstlichen Chronik Kaiser Maximilians I.

Von Anna Sebastian // In der Beschäftigung mit Herrschaftslegitimation in der Übergangszeit von Mittelalter zur Frühen Neuzeit ist eine der wohl ergiebigsten Quellen die „Fürstliche Chronik genant Kayser Maximilians geburt spiegel“[1], welche Kaiser Maximilian I. 1518 nach elf Jahren der Konzeption von dessen Historiographen Jakob Mennel überreicht wurde (Abb. 1). Die Chronik wird komplettiert durch den „Bildband“ „Kayser Maximilian besonder Buch genant der Zaiger“, der am 12. Februar desselben Jahres erschien und eine Art Zusammenfassung zum Geburtsspiegel lieferte und nach mehrfacher Überarbeitung den Abschluss der Chronik markierte.[2]

Ludwig der Gebartete: Ein bayerischer Herzog mit europäischem Kunstgeschmack

Von Prof. Dr. Stephan Hoppe // Die sehr aufwändige und seit dem 13. Jahrhundert an verschiedenen Orten immer wieder langfristig Maßstäbe setzende Hofkultur der Wittelsbacher taucht in der letzten Zeit vermehrt in Ausstellungen, Publikationen oder in Gestalt restaurierter baulicher Überlieferungen auf. Im Gegensatz aber zu den gut bekannten und viel besuchten Residenzorten wie München, Heidelberg oder Schwetzingen sind viele Aspekte der frühen Kunstpolitik dieser Dynastie noch nicht umfassend bearbeitet worden oder gar für ein breiteres Publikum inhaltlich zugänglich.
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